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161 In dieser Rechtssache ging es um die von der Kommission gegen eine Tochtergesellschaft eines multinationalen Pharmaunternehmens, Sandoz, verhängte Sanktion, die sich der Einfügung in Rechnungen schuldig gemacht hat, die sie den Kunden (Großhändler, Apotheken und Krankenhäusern) zugesandt hat, die Ausfuhr verboten erteilte. Sandoz habe das Vorhandensein dieser Worte in ihren Rechnungen nicht bestritten, sondern bestritten, dass es eine Vereinbarung im Sinne von Artikel 85 Absatz 1 des Vertrags gebe. Der Gerichtshof wies die Klage ab, nachdem er auf jedes Vorbringen der Klägerin geantwortet hatte. Sie vertrat die Auffassung, dass die Zusendung von Rechnungen mit diesen Worten kein einseitiges Verhalten darstelle, sondern im Gegenteil Teil des allgemeinen Rahmens der Geschäftsbeziehungen sei, den das Unternehmen mit seinen Kunden unterhalte. Sie gelangte zu diesem Ergebnis, nachdem sie geprüft hatte, wie das Unternehmen vor der Genehmigung eines neuen Abnehmers zur Inseise seiner Produkte vorgegangen war, und unter Berücksichtigung der bei jedem Verkaufsvorgang wiederholten und angewandten Praktiken (Randnr. 10 des Urteils). In diesem Stadium ihrer Argumentation hat sich der Gerichtshof mit der Frage der Duldung der Handelspartner des in der Rechnung genannten Ausfuhrverbots wie folgt befasst: 55 Die Kommission bestreitet, die Abgrenzung zwischen Artikel 85 und Artikel 86 DES Vertrags in Frage gestellt zu haben. Im vorliegenden Fall falle der Sachverhalt zu Artikel 85 über Vereinbarungen, weil die Großhändler selbst beschlossen hätten, sich dem Willen der Klägerin zu beugen und durch die Zustimmung zur Begrenzung der Ausfuhren eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Die von der Klägerin vorgebrachten rechtlichen Erwägungen beruhten daher auf Prämissen, die selbst fehlerhaft seien, weshalb es nicht erforderlich sei, sie weiter zu prüfen. 182 Daraus folgt, dass die Kommission eine Vereinbarung zwischen den Großhändlern und dem Hersteller nicht zu Recht als auf der Grundlage der bloßen Feststellung begründet ansehen konnte, dass die bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen fortbestehen. 64 Aus dem Wortlaut dieses Artikels ergibt sich, dass das so verkündete Verbot ausschließlich ein bilateral oder multilateral koordiniertes Verhalten in Form von Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Entscheidungen von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmten Verhaltensweisen betrifft. 95 Auch in Bezug auf Hefame haben die Erwägungsgründe 122 bis 124 der Entscheidung die Vereinbarungen dieses Großhändlers mit einer Reihe kleiner Großhändler dargelegt. Mit den Worten einer dieser Vereinbarungen, die Teil der Akte der Kommission ist, verpflichtete sich ein kleiner Großhändler, die Ihm zur Verfügung stehenden Produkte oder Mengen der Produkte zu unterstützen, die ihm zusätzlich zu den von Hefame zur Verfügung gestellten Zur verfügung stehen, um die normale Versorgung der ausländischen Kunden von Hefame mit den erforderlichen Mengen zu erleichtern.

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